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Die Geburt unserer Hochheiligen Herrin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria*


[807 A] Die heutige Feier ist der Beginn unserer Feste; sie ist das erste der Feste, die auf das Gesetz und die Schatten (des Alten Testaments) zurückweisen, und zugleich das Tor zu den Festen, welche auf die Gnade und die Wahrheit hinweisen. (...) Geburtstag wird gefeiert und die Neuschöpfung des Menschengeschlechtes. Eine Jungfrau wird geboren, aufgezogen und ausgebildet, und Gott dem Allkönig der Ewigkeiten wird eine Mutter bereitet. (...) [809 C] Jede edeldenkende Seele soll sich zum Reigen einfinden, und die Natur soll die Schöpfung zu ihrer Erneuerung und Neugestaltung herbeirufen. Die Unfruchtbaren sollen schnell herbeieilen; denn die kinderlose und unfruchtbare Anna hat ein Gotteskind bekommen: die Jungfrau. Die Mütter sollen jubeln; denn die unfruchtbare Mutter hat die unversehrte Mutter und Jungfrau geboren. Die Jungfrauen sollen sich freuen; denn die unbesäte Erde hat auf wunderbare Weise den geboren, der, ohne sich zu ändern, aus dem Vater hervorgeht. Die Frauen sollen selbstbewusst sein; denn die Frau, die einst Anlass zur Sünde gab, hat jetzt den Beginn der Erlösung ermöglicht, und die, die einst verurteilt wurde, ist jetzt von Gott erwählt und angenommen worden, die Mutter ohne Zeugung, die Auserwählte für den Schöpfer, die Erhebung des Menschengeschlechtes. Die ganze Schöpfung soll Lieder singen und einen Reigen bilden und ein Geschenk mitbringen, das diesem Tag würdig ist. Eine gemeinsame Feier sollen heute Himmlische und Irdische begehen, und alles, was in der Welt ist, soll sich vereinen bei dem gemeinsamen Fest. Denn heute ist des Allerschaffers erschaffener Tempel erbaut worden, und das Geschöpf wird für den Schöpfer in neuer und angemessener Weise zum göttlichen Palast bereitet. (...) [817 D] Wir aber, Gottes Volk, eine heilige Gemeinschaft, eine geweihte Schar, wollen nach väterlicher Sitte das Fest begehen und das Geheimnis und seine Bedeutung in Ehren halten. Jeder bringe entsprechend der ihm verliehenen Gnade ein würdiges Geschenk zur Feier mit: Die Väter das Glück ihrer Familie; die Mütter die Freude an ihren Kindern; die Kinderlosen die Unfruchtbarkeit an Sünde; die Jungfrauen ihre doppelte Unversehrtheit, die der Seele und des Leibes; die Vermählten die gepriesene Eintracht.


*Andreas von Kreta, Lobrede zu Mariä Geburt; PG 97, 805 A-817 D


Quelle: http://www.andreas-bote.de/download/04_11_Mariae_Geburt_A5_gr_dt_Vesper_Orthros_Lit.pdf

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